ME/CFS und Schimmel: Eine oft übersehene Verbindung

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ME/CFS verändert das Leben grundlegend.

Viele Betroffene verbringen den Großteil ihrer Zeit oder sogar 100% ihrer Zeit zuhause. Nicht, weil sie möchten, sondern weil ihr Körper kaum noch Belastung toleriert.

Doch genau das wirft eine wichtige Frage auf: Was, wenn die Umgebung, in der du dich erholen sollst, selbst zu einer Belastung geworden ist?

Wenn Zuhause zum Dauerexpositionsort wird

Bei ME/CFS ist das Nervensystem häufig dauerhaft überlastet. Das Immunsystem reagiert empfindlich. Die Energiereserven sind begrenzt. Wer viele Stunden oder sogar fast den gesamten Tag in denselben Räumen verbringt, ist möglichen Belastungen dort auch dauerhaft ausgesetzt.

Dazu können gehören:

  • versteckte Feuchtigkeit
  • Schimmelpilze
  • bakterielle Belastungen
  • Schadstoffe in der Raumluft

Wenn eine solche Belastung vorhanden ist, bekommt der Körper keine echte Pause.

Schimmel muss nicht sichtbar sein

Viele denken bei Schimmel an schwarze Flecken an der Wand.

In der Realität befinden sich Feuchtigkeitsschäden oft:

  • hinter Möbeln
  • unter Böden
  • in Hohlräumen
  • an Fenstern und Rollladenkästen
  • hinter Küchen oder Badezimmern

Deshalb bleibt die Ursache häufig lange unentdeckt.

Warum das gerade bei ME/CFS relevant sein kann

Viele Symptome, die Betroffene beschreiben, überschneiden sich mit Reaktionen auf belastete Innenräume:

  • starke Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme
  • Brain Fog
  • Schlafstörungen
  • Reizempfindlichkeit
  • Entzündungsreaktionen
  • Verschlechterung nach Belastung

Ein Blick auf das Umfeld kann sich lohnen

Wer seit Jahren nach Antworten sucht, konzentriert sich verständlicherweise oft auf den eigenen Körper. Manchmal lohnt es sich jedoch auch, das Umfeld genauer zu betrachten. Denn wenn die Belastung im Wohnraum liegt, wird sie durch Nahrungsergänzungsmittel, Therapien oder Medikamente allein nicht verschwinden.

Die wichtigste Botschaft

ME/CFS ist eine schwere Erkrankung und oft liegt die Ursache nicht ausschließlich im Körper selbst. Manchmal befindet sich ein Teil des Puzzles genau dort, wo man die meiste Zeit verbringt: in den eigenen vier Wänden.
Dein Körper reagiert nicht grundlos. Manchmal lohnt es sich, auch die Umgebung in die Ursachenforschung einzubeziehen.

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