SIBO

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Blähbauch nach fast jeder Mahlzeit. Völlegefühl, Druck im Bauch, wechselnde Verdauung, neue Unverträglichkeiten und eine Erschöpfung, die sich kaum erklären lässt. Viele Betroffene bekommen irgendwann die Diagnose Reizdarm. Doch manchmal steckt dahinter etwas Konkreteres: SIBO.

Die Abkürzung steht für „Small Intestinal Bacterial Overgrowth“, auf Deutsch Dünndarmfehlbesiedlung. Dabei befinden sich Bakterien im Dünndarm, die dort eigentlich nicht in dieser Menge vorkommen sollten.

Was passiert bei SIBO?

Normalerweise lebt der Großteil unserer Darmbakterien im Dickdarm. Bei SIBO wandern bestimmte Bakterien in den Dünndarm oder vermehren sich dort übermäßig.

Das Problem: Die Nahrung wird bereits an der falschen Stelle vergoren.

Dabei entstehen Gase wie Wasserstoff oder Methan, oft schon kurz nach dem Essen.

Die Folge können sein:

  • Blähbauch
  • Völlegefühl
  • Druckgefühl
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Reflux

Viele Betroffene sehen innerhalb weniger Minuten nach einer Mahlzeit aus, als wären sie mehrere Monate schwanger.

Warum betrifft SIBO nicht nur den Darm?

Der Darm ist weit mehr als ein Verdauungsorgan. Wenn die Verdauung dauerhaft gestört ist, können Auswirkungen im gesamten Körper entstehen.

Häufig berichten Betroffene über:

  • Erschöpfung
  • Brain Fog
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Nährstoffmängel
  • Histaminprobleme
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Deshalb wird SIBO oft übersehen. Die Beschwerden wirken auf den ersten Blick nicht ausschließlich wie ein Darmproblem.

Warum entsteht SIBO überhaupt?

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Wie bekomme ich die Bakterien weg?“

Sondern: „Warum konnten sie sich überhaupt ansiedeln?“

SIBO ist häufig eine Folge anderer Belastungen.

Mögliche Ursachen sind:

  • verlangsamte Darmbewegungen (z.B. durch Schimmel im Wohnraum)
  • chronischer Stress (z.B. durch Schimmel im Wohnraum)
  • Infektionen
  • Medikamente
  • Schilddrüsenprobleme
  • anatomische Veränderungen
  • gestörte Magensäureproduktion (z.B. durch Schimmel im Wohnraum)

Endlich wird zunehmend auch ein direkter Zusammenhang mit Schimmelbelastungen diskutiert.

Schimmel, Mykotoxine und SIBO

Viele Menschen mit chronischer Schimmelbelastung berichten über ausgeprägte Verdauungsprobleme. Das überrascht nicht.

Schimmel und Mykotoxine können verschiedene Systeme beeinflussen, die für eine gesunde Darmfunktion wichtig sind.

Dazu gehören:

  • das Immunsystem
  • die Darmbarriere
  • das autonome Nervensystem
  • die Darmmotilität
  • die Gallensäureproduktion

Wenn diese Prozesse gestört werden, können Bedingungen entstehen, die eine Fehlbesiedlung begünstigen.

In der funktionellen Medizin wird deshalb häufig beobachtet, dass SIBO und Schimmelbelastungen gemeinsam auftreten.

Warum viele Behandlungen scheitern

Viele Menschen behandeln ihre SIBO mehrfach.

  • Antibiotika.
  • Kräuter.
  • Diäten.
  • Nahrungsergänzungen.

Kurzfristig verbessert sich die Situation oft. Doch nach einigen Wochen oder Monaten kehren die Beschwerden zurück. Der Grund kann sein, dass nur die Folge behandelt wurde.

Wenn die eigentliche Ursache (z.B. Schimmel im Wohnraum) bestehen bleibt, entstehen häufig erneut Bedingungen für eine Fehlbesiedlung.

Wann sollte man genauer hinschauen?

Besonders aufmerksam werden sollte man, wenn mehrere dieser Punkte zusammentreffen:

  • Blähbauch direkt nach dem Essen
  • zahlreiche Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Histaminprobleme
  • chronische Müdigkeit
  • Brain Fog
  • Reizdarmdiagnose ohne nachhaltige Besserung
  • Beschwerden verschlechtern sich in bestimmten Gebäuden
  • bekannte oder vermutete Schimmelbelastung

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, nicht nur den Darm zu betrachten, sondern das gesamte Umfeld.

Fazit

SIBO ist keine Modeerscheinung und auch kein Randthema. Für viele Betroffene ist sie ein entscheidendes Puzzleteil auf dem Weg zur Erklärung ihrer Beschwerden. Gleichzeitig ist SIBO oft nicht die eigentliche Ursache, sondern ein Hinweis darauf, dass im Körper etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Deshalb lohnt es sich, weiterzufragen.

Nicht nur: „Wie bekomme ich die Symptome weg?“

Sondern: „Warum reagiert mein Körper überhaupt so?“

Denn der Darm reagiert selten grundlos. Und manchmal liegt die Antwort nicht nur im Darm selbst, sondern auch in der Umgebung, in der wir jeden Tag leben.

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